Lamborghini Countach
Nach dem Lamborghini mit dem Miura 1966 einen Mittelmotor-Sportwagen auf dem Markt etabliert hatte, der als einzigster Wagen den legendären Ferraris wirklich Paroli bieten konnte, wurde 1971 der Countach auf dem Genfer Autosalon vorgestellt.

Dieser war ein keilförmiges flaches Fahrzeug mit Klappscheinwerfern und nach oben öffnenden Scherentüren, was ihn so extravagant machte, wie es einst der legendäre Mercedes-Benz 300 SL Flügeltürer war. Aber auch durch seine sehr kantige Form war der Wagen unverwechselbar.

Der erste Countach verlies dann 1974 das Werk in Sant`Agata Bolognese. Sein schon im Miura verbauter V12-Motor wurde auf 3,9 Liter vergrößert. Damit leistete das Aggregat 375 PS bei 8000 U/min und verhalf dem Supersportler in knapp 6 Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 282 Stundenkilometern.

In den nachfolgenden Jahren verfeinerte und optimierte Lamborghini den Countach weiter. 1982 erstarkte der V12 mittels Hubraumerhöhung auf 4,7 Liter erstmalig. 1985 wurde der Hubraum nochmals vergrößert. Der Motor hatte von nun an 4-Ventilköpfe, zwei Nockenwellen pro Zylinderbank und dadurch ein deutlich verbessertes Drehmoment. Die Leistung stieg auf 455 PS. Allerdings verbesserte sich die Endgeschwindigkeit so nur um einige wenige km/h. Die 300-er Marke wurde vorerst noch nicht erreicht.


Lamborghini Diablo
Mit Autos wie Muira und Countach hatte sich Lamborghini als Hersteller von atemberau-benden Supersportwagen bereits einen Namen gemacht. Nach dem Ferrari aber mit dem F40, der 323 km/h erreichte, das schnellste Auto am Markt hatte, nahm Lamborghini mit dem Diablo 1990 den alten Rivalen von nebenan wieder auf die Hörner.

Dem bewerten V12-Motor treubleibend wurde dieser auch im Diablo eingesetzt. Auf 5,7 Liter vergrößert, leistete der Motor jetzt 485 PS und beschleunigte das Kraftpaket in gerade einmal 4 Sekunden auf 100 km/h. Der Vorschub endete endgültig bei 325 Stundenkilometern. Damit war nun der Diablo das schnellste Serienfahrzeug. Jedoch war der Triumph nur von kurzer Dauer. Die Spitzenposition musste Lamborghini 1991 an den 343 km/h schnellen Jaguar XJ220 abgeben.

Natürlich war ein Supersportler, wie ein Diablo, auch schon damals nicht gerade preiswert. Aber im Vergleich zum XJ220 gab es ihn geradezu zum Schnäppchenpreis. Daher verkaufte sich der Lambo vergleichsweise gut. 2001 dann endete die Produktion. Zum Schluss kam noch ein neuer 6-Liter-Motor zum Einsatz. Der verhalf zu 585 PS und einem Topspeed von beeindruckenden 338 km/h. Danach beerbte der Murcielago den Diablo, der ab hier, in alter Sitte mit noch besseren Fahrleistungen, den Ferraris weiter Konurrenz macht.